Fachstelle unterstützt bei Barrierefreiheit in Berlin
Berlin (epd).

Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sieht in Sachen Barrierefreiheit noch Nachholbedarf in der Hauptstadt. Hier gebe es „Potenzial nach oben“, sagte sie am Montag in Berlin beim Besuch der „Landesfachstelle für Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen Berlin“. Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sei „eine zentrale Voraussetzung für eine offene, moderne und gerechte Stadt“. Daher arbeite die vor acht Monaten gegründete Landesfachstelle an der Entwicklung inklusiver Konzepte. Getragen wird sie vom Verein „Sozialhelden“.

Kiziltepe betonte, nicht nur die derzeit mehr als 336.000 Berlinerinnen und Berliner mit anerkannter Schwerbehinderung profitierten von Barrierefreiheit. Auch ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit kurzzeitigen Einschränkungen könnten durch Rampen, Aufzüge und abgesenkte Bordsteinkanten selbstständiger am Leben in der Stadt teilnehmen.

Mehr als 50 Beratungen

Die Landesfachstelle ist nach eigenen Angaben seit ihrer Gründung im November 2025 in mehr als 50 Beratungen, beispielsweise von städtischen Stellen und Unternehmen, aktiv gewesen. Unter anderem habe sie für die Stadtbibliothek Pankow ein barrierefreies Konzept sowie ein Blindenleitsystem für einen Weihnachtsmarkt entwickelt. Wichtig sei es, einen Spagat zwischen der richtigen Lösung und dem, was konkret umgesetzt werden kann, hinzubekommen, sagte der Vorstand von „Sozialhelden“, Raul Krauthausen. Die Landesfachstelle umfasst demnach 5,5 Vollzeitstellen und wird bis Ende 2027 von der zuständigen Senatsverwaltung gefördert, hieß es.