Die Diakonie der evangelischen Kirche hat Brandenburgs künftige Landesregierung zu einer sozial gerechten und verlässlichen Politik aufgerufen. Es dürfe mit einer Koalition von SPD und CDU keinen Kurswechsel geben, der auf Ausgrenzung und Sozialabbau setzt, erklärte die Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Ursula Schoen, am Dienstag in Berlin: „Wir vertrauen darauf, dass Rot-Schwarz die in vielen Bereichen gute Arbeit der Vorgängerregierung fortführt.“
Nach dem Ende der SPD-BSW-Koalition Anfang Januar verhandeln derzeit SPD und CDU über die Bildung einer neuen Landesregierung. Brandenburgerinnen und Brandenburger müssten sich darauf verlassen können, dass diese „sie in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten nicht im Stich lässt“, betonte die Diakonie-Chefin. Soziales, Bildung, Jugend, Familie, Pflege, Gesundheit und zivilgesellschaftliches Engagement müssten als zentrale Stabilitätsfaktoren abgesichert werden.
Zusammenhalt sichern
Schoen betonte, die künftige Regierung müsse allen Menschen im Land neue Hoffnung und eine Vision der Zusammengehörigkeit schenken. Dazu bräuchten auch die diakonischen Träger Planungssicherheit und Stabilität. Die Diakonie stehe bereit, „konstruktiv mit der neuen Landesregierung zusammenzuarbeiten“ und gemeinsam gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.
Diakonie-Vorständin Anne-Katrin Escher-Lorenz betonte, wichtig seien etwa eine verlässliche Kinderbetreuung und Entlastungen für pflegende Angehörige. In den 1.900 Einrichtungen des regionalen Sozialverbands arbeiten den Angaben zufolge rund 53.000 Menschen.