Das insolvente Diakonische Werk Berlin-Stadtmitte wird zum 1. Januar 2026 vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) übernommen. Damit werde die Fortführung wichtiger sozialer Angebote in den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg langfristig gewährleistet, teilte das EJF am Dienstag in Berlin mit. Alle zum Jahreswechsel beim Diakonischen Werk Berlin-Stadtmitte beschäftigten Mitarbeitenden würden übernommen.
EJF-Vorstand Andreas Eckhoff betonte, Ziel sei es, die wertvolle Arbeit zu stabilisieren und langfristig abzusichern. Klaus Michael Kilb erklärte als interimistischer Geschäftsführer des Diakonischen Werks Berlin-Stadtmitte, mit dem EJF sei ein verlässlicher und erfahrener Träger gefunden worden. „Strukturelle Anpassungen“ würden in enger Abstimmung mit Mitarbeitenden, Kostenträgern und Kooperationspartnern vorgenommen, hieß es weiter.
Vor fast 30 Jahren gegründet
Zu den bisherigen Angeboten des Diakonischen Werkes gehörten unter anderem Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen in sozialen Notlagen, Integrations- und Migrationsdienste, Hilfen für wohnungslose und von Armut betroffene Menschen sowie Angebote der Familien-, Jugend- und Seniorenarbeit.
Das 1996 als Diakonisches Werk Kreuzberg gegründete gemeinnützige Unternehmen war nach eigenen Angaben Anfang des Jahres in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Mitte Mai hatte der Sozialträger rund 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das EJF ist nach eigenen Angaben ein bundesweit tätiges, christlich geprägtes Unternehmen der Sozialwirtschaft.