Diakone auf der Walz
Erfurt (epd).

Drei Diakone der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) berichten in den kommenden Wochen von ihren Erfahrungen auf der „Diakonischen Walz“. René Thumser aus Weimar, Andreas Gerschel aus Arnstadt und Werner Brunngräber aus Erfurt seien im Sommer drei Monate lang durch Bayern, Baden-Württemberg und Tirol gereist, teilte das Landeskirchenamt am Dienstag in Erfurt mit. Dabei unterstützten sie Menschen, denen sie begegneten, gegen Kost und Logis.

Unter dem Motto „Häppchen, Bilder, Worte und Akkorde“ wollen die Männer von Montag an in einer Veranstaltungsreihe in Arnstadt, Weimar und Erfurt von ihren Erlebnissen erzählen. Unter anderem wollen sie davon berichten, wie sie außerhalb geplanter kirchlicher Angebote in die Lebenswelten der Menschen eintauchten, um deren Anliegen und Projekte zu unterstützen.

Die diakonische Arbeit ergab sich dabei laut René Thumser immer aus zufälligen Begegnungen. Nichts sei geplant gewesen. Das Konzept sei: „Wir kommen zu den Menschen und helfen dort, wo wir gebraucht werden, jenseits unserer Komfortzone.“

Vorbild aus dem Handwerk

Die Idee für die Walz haben die drei Diakone demnach selbst entwickelt. Mit der Veranstaltungsreihe soll deshalb nicht nur das Format bekannt gemacht werden, sondern es soll auch einen Austausch mit Kollegen geben.

Die Diakonische Walz orientiert sich an einer Tradition aus dem Handwerk. Junge Gesellen ziehen nach der Ausbildung durch das Land, sammeln Erfahrungen und vertiefen ihre Fertigkeiten. Auf ähnliche Weise haben die Diakone ihre seelsorgerischen Fähigkeiten in unterschiedlichen Regionen erprobt und weiterentwickelt.