Die Berliner Stadtmission sucht ganzjährig einen kostenlosen Lagerraum zum Aufbewahren von Kleiderspenden. Textile Spenden, die nicht zeitnah in den Kleiderkammern an Bedürftige ausgegeben werden können, seien das ganze Jahr über eine große Herausforderung, teilte die Stadtmission am Donnerstag in Berlin mit. Bislang verfüge der evangelische Verein im eigenen „Textilhafen“ in der Storkower Straße lediglich über 400 Quadratmeter Lagerfläche. Es fehle an weiterem geeigneten Lagerraum.
Im Winter würden im „Textilhafen“ wöchentlich bis zu zwölf Tonnen gespendeter Anziehsachen für die Ausgabe in der Kleiderkammer sortiert. Derzeit könnten die Mitarbeitenden diese Herausforderung dank der Unterstützung durch den „Verband deutscher Selfstore Unternehmen“ meistern. Das Unternehmen „Lagerbox“ habe der Berliner Stadtmission bis Anfang Februar einhundert Quadratmeter Self-Storage-Fläche zur Verfügung gestellt. Danach werde weitere Lagerfläche gebraucht, um etwa Winterjacken für Herren, die nicht sofort ausgegeben werden können, zwischenzulagern.
Erlöse aus Kleiderspenden
Betrieben wird der „Textilhafen“ von „Komm & Sieh“, einem Tochterunternehmen der Berliner Stadtmission. Es kümmert sich um den Betrieb der Kleidercontainer, ist zuständig für das Sortieren gespendeter Textilien und betreibt auch die Kiezläden. Der Erlös aus diesen Secondhandläden kommt Projekten zugute, die sich um obdachlose und bedürftige Menschen kümmern. Dazu werden in den Kiezläden Sachen verkauft, die für die Ausgabe in der Kleiderkammer nicht geeignet sind.