Stiftung unterstützt Dresdner Weber-Museum
Dresden (epd).

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt für die Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums in Dresden 70.000 Euro bereit. Mit dem Geld sollen notwendig gewordene Arbeiten an der Dachkonstruktion des historischen Gebäudes finanziert werden, teilte die Stiftung am Donnerstag in Bonn mit. Das ehemalige Winzerhaus im heutigen Stadtteil Hosterwitz diente dem Komponisten Carl Maria von Weber (1786-1826) und seiner Familie im 19. Jahrhundert als Sommerdomizil.

Seit 1957 wird es als Museum genutzt. Das Haus soll bis 2028 grundlegend saniert und modernisiert werden. Auch eine neue Dauerausstellung ist vorgesehen. Die Gesamtkosten werden auf rund 3,7 Millionen Euro beziffert. Aus Bundesmitteln fließen nach Angaben der Stadtverwaltung Dresden 1,4 Millionen Euro. Perspektivisch soll das Museum zudem um einen Neubau erweitert werden.

Weber wurde 1817 sächsischer Hofkapellmeister

Die Förderzusage der Stiftung Denkmalschutz wird am 30. Juli in Dresden überreicht. Webers Familie nutzte das Winzerhaus in Hosterwitz während seiner Zeit als Dresdner Hofkapellmeister. Ursprünglich sollte das städtische Museum 2026 fertig saniert sein. Es fehlte jedoch am Geld.

Carl Maria von Weber kam 1817 nach Dresden, wo er bis zu seinem Tod 1826 königlich-sächsischer Kapellmeister und Direktor der Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater war. Mit ihm wurde die Elbestadt zu einem musikalischen Zentrum der deutschen Romantik. Bekannt wurde der Komponist vor allem mit seiner Oper „Der Freischütz“, die hauptsächlich in Dresden entstand und 1821 in Berlin uraufgeführt wurde. In diesem Jahr wird an den 200. Todestag Webers erinnert.