Sechs Ausstellungen zu DDR-Kunst
Dresden, Berlin (epd).

Eine Ausstellung an insgesamt sechs Orten in Dresden und Berlin rückt erstmals umfassend die Arbeit des „Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK)“ in den Mittelpunkt. Unter dem Titel„ Publik Machen“ seien rund 500 grafische Arbeiten zu sehen, teilte das Institut für Auslandsbeziehungen am Mittwoch als Veranstalter in Berlin mit.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag in der Robotron-Kantine des Kunsthauses in Dresden. In Berlin werden unter anderem die Künstlerinnen und Aktivistinnen Annemirl Bauer (1939-1989) und Bärbel Bohley (1945-2010) vorgestellt sowie Galerien der DDR.

Kunst der 1980er Jahre

Die Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) findet in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung statt. Sie ist bis November zu sehen. Ausstellungsorte in Berlin sind die ifa-Galerie, Schloss Biesdorf, der Kunstverein Ost, die Prater Galerie und die Galerie im Turm. In Dresden hatten 1982/83 sowie 1987/88 Überblicks-Ausstellungen zur Kunst der DDR stattgefunden.

Das ZfK der DDR verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch. Nach der Auflösung des Kunstzentrums sei dessen Bestand 1991 mit etwa 10.000 Werken an das ifa übergegangen. Heute umfasse die ifa-Kunstsammlung rund 24.000 Werke.

Der Ausstellungsteil im Schloss Biesdorf stellt Netzwerke vor, die in der DDR abseits staatlicher Kulturinstitutionen entstanden seien. Im Kunstverein Ost steht das Thema „Musik in der bildenden Kunst der DDR“ im Fokus. Ergänzt werde die Schau unter anderem mit zeitgenössischen Arbeiten von Henrike Naumann (1984-2026).