Kunst statt Staatsbesuche: Vor der anstehenden Sanierung von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin, stellt Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier die leeren Räume für eine Ausstellung zur Verfügung. Vom 13. bis 28. Juni werde die Berliner Akademie der Künste dort eine zweiwöchige Pop-up-Galerie realisieren, teilte das Bundespräsidialamt am Montag mit. Es verspricht eine Ausstellung, bei der der historische Ort selbst als Exponat eingebunden wird.
Die künstlerischen Beiträge könnten sich „an ihm reiben, seine Bedeutung verschieben und neue Lesarten eröffnen“, hieß es. Beteiligen werden sich den Angaben zufolge zahlreiche Mitglieder der Akademie der Künste.
Umfangreiche Sanierung ab dem Sommer
Das Schloss Bellevue im Berliner Tiergarten ist seit 1994 der erste Amtssitz des Bundespräsidenten. Von Sommer an soll das Gebäude saniert werden. Die Arbeiten werden nach Angaben des Bundespräsidialamts rund acht Jahre dauern. In der Zeit wird das Schloss komplett geschlossen sein.
Auf einem bundeseigenen Grundstück in der Elisabeth-Abegg-Straße in Berlin-Moabit hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben seit 2023 einen Büroneubau für Bundesbehörden errichten lassen. Dorthin werden der Bundespräsident und das Bundespräsidialamt als erste Mieter ziehen.