Schlösserstiftung wirbt für "Grüne Sehnsuchtsorte"
Erfurt (epd).

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten rückt in diesem Jahr ihre Parks und Gärten in den Mittelpunkt ihrer Vermittlungsarbeit. Das Jahr stehe unter dem Motto „Grüne Sehnsuchtsorte“, sagte Präsidentin Doris Fischer zum Jahresempfang am Donnerstagabend in Erfurt. Die Parks seien Kulturschätze und Schatzkammern der Artenvielfalt.

Zugleich beklagte Fischer, der Klimawandel sorge für einen deutlich erhöhten Pflegeaufwand der 330 Hektar an Park- und Gartenflächen. Gemeinsam mit den deutschen Schlösserverwaltungen arbeite auch die Thüringer Stiftung am Umgang mit den Folgen von Trockenheit, Extremwettern und Insektenbefall. Nachzuchten von Bäumen aus ausgewähltem Genmaterial, der Einsatz wassersparender Bodensubstrate oder Forschungsprojekte seien Ansätze, diesen Veränderungen zu begegnen. Trotzdem brächten die Mehrkosten die Stiftung personell wie finanziell an ihre Grenzen.

Historische Orte als Identitätspunkte

Thüringens Kultusminister Christian Tischner (CDU) betonte, historische Orte seien Identitätspunkte, die Menschen mit ihrer Heimat verbinden. In diesen Orten kämen Vergangenheit und Erinnerung einerseits und Zukunft und Aufbruch andererseits miteinander in einen Dialog. Gerade die Gartendenkmäler machten deutlich, wie schutzbedürftig und empfindlich das historische Erbe Thüringens sei.

Zum Bestand der Stiftung gehören große Landschaftsparks wie der Schlosspark Altenstein oder der Schlosspark Sondershausen. Daneben pflegen und erhalten die Stiftungsgärtner eine Vielzahl kleinerer Raritäten wie die Gärten der Dornburger Schlösser oder die Terrassengärten von Schloss Schmalkalden.