Die Klassik Stiftung Weimar zeigt sich zufrieden mit den Besucherzahlen in den ersten vier Wochen nach der Wiedereröffnung des Stadtschlosses. Im Durchschnitt lösten täglich rund 250 Besucherinnen und Besucher eine Eintrittskarte, sagte die Direktorin der Stiftungsmuseen, Annette Ludwig, dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Noch kommen die Besucher laut Ludwig zu einem hohen Prozentsatz aus Weimar und dem näheren Umland. Das zeige die Auswertung der Gästebefragungen nach ihren Wohnorten an der Museumskasse. Die Stadtbevölkerung sei einfach neugierig, wie es nach acht Jahren Schließzeit nun in „ihrem“ Schloss aussehe. Langfristig erwarte sie eine Zunahme von touristischen Besucherinnen und Besuchern.
Positive Kritiken und Gedichte
Aufgrund von Rückmeldungen in sozialen Medien, Gästebüchern und auch Briefen komme die mit der Eröffnung des Hauses völlig neu konzipierte Ausstellung beim Publikum gut an, sagte Ludwig. Besucherinnen und Besuchern hätten sich bedankt, positive Kritiken hinterlassen und sogar Gedichte zugesandt. Insbesondere die Entscheidung der Stiftung, Teile des Erstgeschosses im Ostflügel kostenfrei zugänglich zu machen, sei gut aufgenommen worden.
In der musealen Konzeption der Stiftung kommt dem Schlossmuseum den Angaben zufolge künftig die Rolle einer ersten Anlaufstelle zu. Es sei der zentrale Ort, von dem die Weimarer Klassik als kulturelles Erbe aufgebaut wurde. Besuchende sollen sich daher hier einen ersten Überblick verschaffen und anschließend gezielt jene Museen der Stiftung besuchen, die sie besonders interessieren.