Das Berliner Pergamonmuseum auf der Museumsinsel wird im kommenden Jahr nach jahrelanger Restaurierung wieder geöffnet. Der internationale Publikumsmagnet werde am 4. Juni 2027 seine Türen öffnen, kündigte die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Marion Ackermann, am Mittwoch in Berlin zur Vorstellung der Museums-Highlights im kommenden Jahr an. Im Mittelpunkt des Pergamonmuseums stehen neben dem neu präsentierten Pergamonaltar die monumentale hellenistische Architektur sowie islamische und vorderasiatische Kunst. Eröffnet wird Mitte 2027 nur der Nordteil des Museumskomplexes. Die Gesamtsanierung soll erst im Jahr 2037 abgeschlossen werden.
Ausstellungshöhepunkte des kommenden Jahres sind etwa ab 15. Mai in der Gemäldegalerie eine Sonderausstellung mit Werken des englischen Porträt- und Landschaftsmalers Thomas Gainsborough (1727-1788) zu dessen 300. Geburtstag. Das Bode-Museum zeigt ab 5. Mai „Interventionen“ des chinesischen Künstlers Ai Weiwei im Dialog mit der Sammlung und Architektur des Museums.
Meese, Cranach und Sieverding
Die Kunstbibliothek präsentiert ab 28. Mai in der Ausstellungshalle des Kulturforums rund 400 Kunstbücher von Jonathan Meese in Form einer „raumgreifenden Installation“ mit dem Titel „Erzbuch“. Im Anschluss zeigt dort ab 31.10 kommenden Jahres das Kupferstichkabinett „Cranach - Menschen - Bilder“ zur Darstellung des Menschen bei Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553).
Die neue Nationalgalerie widmet der heute 85 Jahre alten Katharina Sieverding ab 23. April eine Retrospektive mit rund 40 großformatigen Fotobildmontagen der international renommierten Künstlerin. Ab 6. Juni ist dort zudem eine Ausstellung zur abstrakten Kunst im internationalen Vergleich seit 1945 zu sehen.
Verschwundene Orte
Das Museum Europäischer Kulturen präsentiert ab 16. Juli kommenden Jahres die Ausstellung „Atlantis. Kleine Welten“ über verschwundene Orte in Europa. Dazu gibt es Fotografien, Interviews, historische Dokumente, Objekte und Klanginstallationen. Der Hamburger Bahnhof widmet ab 3. September dem Lichtkünstler James Turrell eine „Überblicksausstellung“.
Aus Anlass des 200. Geburtstags des Schweizers Arnold Böcklin (1827-1901) zeigt die Alte Nationalgalerie ab 19. März rund 150 Gemälde, Plastiken und Zeichnungen des Malers, Bildhauers und Erfinders. Böcklin zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des Symbolismus am Ende des 19. Jahrhunderts.
Togo und „Music on Demand“
Eine Ausstellung des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum zeigt ab 19. März, wie indigene Gemeinschaften in Costa Rica ihre reiche natürliche Umwelt erleben. Archäologische Zeugnisse und heutige indigene Sichtweisen werden dabei gemeinsam präsentiert. Bereits ab 28. November dieses Jahres wird dort eine neue Dauerausstellung über die ehemalige deutsche Kolonie Togo eröffnet. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Forschenden und Künsterinnen und Künstlern des westafrikanischen Landes.
Ab 4. Dezember dieses Jahres präsentiert das Musikinstrumenten-Museum die Ausstellung „Music on Demand“ über 150 Jahre „gebannten Klang“. Dabei geht es um die Geschichte der Aufzeichnung und Wiedergabe von Musik bis in die Gegenwart.