Das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) erweitert mit dem neuen Angebot „Positions“ seine Talkformate. In Diskussionen nach den Filmaufführungen sollen Themen mit dem Publikum erörtert werden, wie das Festival am Montag in Leipzig mitteilte. Filme als Ausgangs- und Anknüpfungspunkt sollen dabei helfen, „einander zuzuhören und ins Gespräch zu kommen, andere Meinungen und Widersprüche auszuhalten und eigene Überzeugungen zu hinterfragen“.
DOK Leipzig präsentiert vom 26. Oktober bis zum 1. November mehr als 200 Produktionen. In vier Wettbewerben konkurrieren 76 Filme um die Goldenen und Silbernen Tauben als Preise. Darunter sind laut Festival 30 Weltpremieren.
Ostdeutsche Perspektiven
Beim Talkformat „Positions“ sollen Filme „in ihrer Vielschichtigkeit und Ambivalenz dazu anregen, sich mit komplexen gesellschaftlichen und geopolitischen Themen auseinanderzusetzen“, hieß es. Unter anderem ist eine moderierte Diskussionsrunde mit dem Titel „Ostdeutsche Perspektiven im Dokumentarfilm“ geplant.
Zudem ist ein Talk zur diesjährigen Retrospektive mit politischen Filmen der 1960er und 1970er Jahre aus Lateinamerika vorgesehen. Die Retrospektive „Kino und Kampf“ informiert zum Freiheitskampf der Menschen in Argentinien, Brasilien oder Chile. Zu sehen sei „radikales politisches Kino Lateinamerikas“, hieß es. Es ist die 69. Ausgabe des Leipziger Festivals. Der Etat liegt bei 2,6 Millionen Euro.
Eröffnet wird das diesjährige Programm mit dem Dokumentarfilm „Guten Abend, du Schöne“, eine Reminiszenz an Maxie Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“ über Frauen aus der DDR.