Auf den Spuren von Johann Wolfgang Goethe: Die „Italienische Reise“ des weltberühmten Schriftstellers soll mit einem länderübergreifenden Programm erfahrbar gemacht werden. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli und der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) vereinbarten am Freitag in Rom ein entsprechendes Projekt für Kulturreisen. Weimer war im Rahmen der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Rom, zu denen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit zahlreichen Ministern in die italienische Hauptstadt gekommen war.
Den Auftakt der Kulturroute soll eine digitale Anwendung bilden. Nutzerinnen und Nutzer sollen von Herbst an Goethes Reise entlang ausgewählter Stationen interaktiv nachvollziehen können. Ebenfalls geplant ist eine Ausstellung in der Casa di Goethe in Rom. Das Museum, das auch Projektpartner der Kulturroute ist, liegt in der Via del Corso in Roms Innenstadt, wo Goethe für kurze Zeit in einer Künstler-WG gelebt hat. Weitere Bausteine der Kulturroute seien in Planung, hieß es am Freitag.
Erfahrungsräume sichtbar machen
Goethe war von 1786 bis 1788 in Italien auf Reise. Diese führte ihn über Verona, Venedig, Florenz und Neapel bis nach Sizilien. „240 Jahre nach Goethes Aufbruch soll sein Weg durch Italien neu erfahrbar werden“, hieß es. Die Kulturroute werde den zentralen Stationen von Goethes Reise folgen und die kulturellen, historischen und künstlerischen Erfahrungsräume sichtbar machen, die den Dichter nachhaltig geprägt haben.