Kaiserliche Exponate im Dresdner Schloss
Dresden (epd).

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) präsentieren von Mittwoch an in einer Kabinettsausstellung im Residenzschloss drei Exponate verschiedener kaiserlicher Dynastien in China. Gezeigt werden aus den Beständen des Grünen Gewölbes und der Porzellansammlung eine etwa 900 Jahre alte Ru-Schale, eine sogenannte Drachenvase und ein kaum fünf Zentimeter großes Schnupftabaksfläschchen, wie die SKD am Freitag in Dresden mitteilten.

Sie stehen laut den SKD „exemplarisch für die Ästhetik und die herausragende Kunstfertigkeit ihrer Zeit“. Die Objekte waren zu Jahresbeginn mutmaßlich ins Visier von Dieben geraten. Gut sechs Jahre nach dem spektakulären Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe gab es Hinweise aus dem Ausland zu einem geplanten Einbruch in der Porzellansammlung im Zwinger.

Ru-Schale äußerst wertvoll

Die historischen Stücke wurden daraufhin aus der Ausstellung entfernt und in Sicherheit gebracht. Die auf den ersten Blick unscheinbare Ru-Schale gelte „als eines der schönsten, äußerst seltenen keramischen Erzeugnisse der Song-Dynastie (960-1279) und als Krönung einer Sammlung chinesischer Kunst“, hieß es. Sie zählt zu den weltweit nur 89 bekannten Ru-Keramiken. Die Versteigerung einer vergleichbaren Schale hatte Medienberichten zufolge 2017 bei Sothebys 37,7 Millionen Dollar erbracht.

Die Präsentation „Im Fokus: Drei seltene Schätze des Kaiserlichen Chinas“ ist bis zum 29. September im Sponsel-Raum des Residenzschlosses zu sehen. Nach eigenen Angaben bewahrt die Porzellansammlung der SKD die größte Sammlung frühneuzeitlichen Porzellans aus China und Japan außerhalb Asiens.