Einziges Originalbild der East Side Gallery soll konserviert werden
Berlin (epd).

Das einzige erhaltene Originalgemälde der East Side Gallery soll für 13.300 Euro konserviert werden. Das Bild „Hands“ der schottischen Künstler Margaret Hunter und Peter Russell nehme an der Open-Air-Galerie auf den Resten der Berliner Mauer eine besondere Stellung ein, teilte die Stiftung Berliner Mauer am Donnerstag mit. Es sei das letzte Zeugnis der Erstbemalung von 1990. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) werde am Mittwoch einen Fördervertrag an den Direktor der Mauerstiftung, Axel Klausmeier, und die Leiterin der East Side Gallery, Anna von Arnim-Rosenthal, übergeben.

„Hands“ zeigt hochgestreckte Hände und ist den Angaben nach die teilweise Wiederholung des Bildes „Berlin 09.11.89“, das Hunter in der Nacht des Mauerfalls gemalt habe. Das Gemälde sei bislang nur konservatorisch behandelt worden, während andere Mauerbilder ganz oder teilweise neu gemalt werden mussten. Inzwischen hätten sich aber Teile der Farbschicht gelöst, sodass weitere Maßnahmen zum Erhalt nötig seien.

Restaurierung soll Erkenntnisse bringen

Die Förderung gelte auch dem Erhalt seltener Reste der Berliner Mauer von 1961, hieß es. Im Zuge der Arbeiten soll ein Restaurator Methoden zum Schutz vor und zur Beseitigung von Graffiti erproben. Die dabei gewonnen Erkenntnisse könnten den Angaben nach in Leitlinien für künftige Konservierungen einfließen.

Die East Side Gallery ist mit rund 1,3 Kilometern der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer. Im Sommer 1990 bemalten 118 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Ländern die Betonsegmente und schufen den Angaben zufolge die längste Open-Air-Galerie der Welt.