Mit einem Konzert des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Cottbus ist am Samstag der 63. Choriner Musiksommer eröffnet worden. Bis Ende August lädt Brandenburgs ältestes Musikfestival zu 18 Konzerten in das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin in Brandenburg ein. Dazu erwartet werden unter anderem die Staatskapelle Weimar, das Orchester der Komischen Oper Berlin und der Dresdner Kreuzchor.
Auf dem Programm steht unter anderem ein Europakonzert mit dem Philharmonischen Orchester Szczecin am 8. August und am 15. August ein Konzert von Katharine Mehrling und dem Filmorchester Babelsberg mit Songs und Chansons von Kurt Weill, Edith Piaf und Marilyn Monroe. Zum Abschluss wird am 30. August die russisch-amerikanische Geigerin Maria Ioudenitch mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin erwartet.
„Abseits von Bildschirmen und Algorithmen“
Brandenburgs Kulturstaatssekretär Tobias Dünow (SPD) sagte bei der Eröffnung, beim Choriner Musiksommer träfen „großartige Musik und virtuose Musizierende auf erhabene Architektur und idyllische Natur.“ Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche er „großartige musikalische Begegnungen, abseits von Bildschirmen und Algorithmen“.
Das erste Konzert des Choriner Musiksommers fand am 23. Mai 1964 in der DDR als Kulturveranstaltung für die Beschäftigten des Instituts für Forstwissenschaften in Eberswalde statt, das die Klosterruine damals verwaltete. Inzwischen hat das Festival jährlich rund 25.000 Besucherinnen und Besucher. Das Zisterzienserkloster Chorin wurde vor mehr als 750 Jahren gegründet und gilt als eines der wichtigsten Denkmäler der norddeutschen Backsteingotik.