Ausstellung zu jüdischem Bauen in Sachsen
Dresden (epd).

Eine Ausstellung zu Synagogen in Sachsen ist von Freitag an im Dresdner Zentrum für Baukultur zu sehen. Sie präsentiert Modelle, Fotos und 3D-Visualisierungen von zerstörten, neu gebauten und erhalten gebliebenen historischen Synagogen, wie das Zentrum am Montag in Dresden mitteilte. Im Fokus stehen die Städte Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Görlitz.

Die Ausstellung mit dem Titel „Platz finden. Zur Sichtbarkeit jüdischen Bauens in Sachsen“ wird bis zum 17. September gezeigt. Anlass ist das „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“. Ein von der Technischen Universität Darmstadt entwickeltes digitales Modell biete einen virtuellen Rundgang durch die zerstörte Gemeindesynagoge in Leipzig, hieß es.

Künstlerische Installation

Schautafeln, Filme und Publikationen bieten zudem Informationen zur Baugeschichte und zum aktuellen Leben der jüdischen Gemeinden. Außerdem beschäftigt sich eine Installation der Dresdner Künstlerin Susan Donath mit der Zerstörung jüdischer Gebäude in deutschen und tschechischen Städten in der NS-Zeit.

Jüdische Bauten spiegelten zum Teil das Selbstbewusstsein der Gemeinden wider, hieß es. Laut dem Zentrum für Baukultur wurden sie einerseits prominent im Stadtzentrum gebaut, andererseits aber auch zurückhaltend in Seitenstraßen angesiedelt. Stilistisch griffen die Entwürfe meist aktuelle Architekturströmungen auf, etwa den Historismus oder die Moderne.

Ein Begleitprogramm zur Ausstellung vertieft einzelne Aspekte und Themen jüdischen Bauens. Nach Dresden wird die Schau auch in Chemnitz und Plauen gezeigt.