Ausstellung zeigt Geschichte der Gartenbauausstellung in Erfurt
Erfurt (epd).

Das Deutsche Gartenbaumuseum präsentiert bis Mitte Juni 2027 eine Ausstellung zur Geschichte der ersten Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder (iga). Die Schau sei ein Schaufenster, das weit mehr zeigen soll als nur Blumen, sagte Kuratorin Sandra Mühlenberend am Freitag zur Eröffnung der Ausstellung. Sowohl das Museum als auch die das Haus umgebende Schaugelände feiern in diesem Jahr ihr 65. Gründungsjubiläum.

Die iga war laut Mühlenberend Leistungsschau, politische Bühne und Sehnsuchtsort zugleich und blieb es über drei Jahrzehnte hinweg. 65 Jahre später frage das Deutsche Gartenbaumuseum mit der Jubiläumsschau "iga 61. Die DDR durch die Blume”, was sich in dieser sorgfältig arrangierten Blumenpracht über den Staat, über den Gartenbau der DDR und über die deutsch-deutschen Geschichte am Beispiel der Gartenschauen ablesen lasse.

Ensemble aus Gartenarchitektur, Ausstellungshallen, Pavillons

Die Ausstellung verbindet den Angaben zufolge Objekte, Fotografien und Erinnerungen von Zeitzeugen in fünf Stationen zu einer Geschichte, die zwischen Propaganda und privatem Glück verläuft. Sie zeichne einen Bogen von der zunächst politischen Bedeutung der Gartenanlage für die DDR über den Wandel zu einem städtischen Freizeitpark nach 1974 bis hin zu Transformation zur „Erfurter Gartenbauausstellung“ (ega) Anfang der 1990er Jahre.

Mit einer Kombination aus Gartenarchitektur, Ausstellungshallen und Pavillons schuf der Architekt Reinhold Lingner (1902-1968) im iga-Park ein einheitliches Ensemble der Nachkriegsmoderne. Zwischen 1961 und 1989 kamen rund 37 Millionen Besucher zu Gartenbau-, Spezial- und Sonderschauen.