Mit Gottesdiensten, Führungen und Konzerten beteiligen sich am kommenden Sonntag auch Kirchen in Sachsen-Anhalt am Deutschen Orgeltag. Dieser sei in den „Tag des offenen Denkmals“ integriert, zu dem viele historische Gebäude der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM) und der Evangelischen Landeskirche Anhalts für Besucher öffnen, teilte ein Sprecher in Magdeburg mit. In etwa zwei Drittel aller 1.800 protestantischen Kirchen stehe eine spielbare Orgel - oft in den vergangenen Jahren aufwendig saniert.
Der Referent für Orgeln im Landeskirchenamt der EKM, Rufus Brodersen, bezeichnete den Orgeltag als Gelegenheit, für die „Königin der Instrumente“ zu werben: „Jede Orgel ist ein Erlebnis: Klang, Technik und Kirchenraum in einer besonderen Harmonie“, erklärte er. Ihr Erhalt sei oftmals ein Anliegen weit über die Kirchgemeinde hinaus. Um den Bestand dauerhaft zu sichern, sei neben der Restaurierung der Instrumente auch ihre Wartung und Pflege notwendig. „Das geschieht am besten, wenn die Orgeln gespielt werden“, erklärte Brodersen.
Orgelkonzerte und besondere Führungen
Unter dem Motto „Vogelwelten in Musik und Domschatz“ findet am Samstag und Sonntag auch der 12. Halberstädter Orgeltag statt. Neben Konzerten im Dom und der Martinikirche sind dort Führungen, etwa zur Cage-Orgel im Burchardikloster, geplant.
Klassische Orgelkonzerte gibt es am Orgelsonntag zudem an der restaurierten Rühlmann-Orgel der Nikolaikirche in Oschersleben, in der Dorfkirche Rodleben sowie in der Dessauer Kirche St. Georg, im Magdeburger Dom und in der Wittenberger Stadtkirche.