Am Reformationstag am 31. Oktober lädt die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zu zahlreichen Gottesdiensten ein. Auch politisch Engagierte wollen sich beteiligen. In der Thomaskirche am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg will der katholische SPD-Politiker und frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der lange dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehörte, eine Kanzelrede halten. In der Auenkirche in Berlin-Wilmersdorf will die frühere Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) den Predigttext auslegen.
Bischof Christian Stäblein wird am Reformationstag nach Angaben der Landeskirche zum Festgottesdienst zum 100. Kirchweihfest in Falkensee-Neufinkenkrug erwartet. Am Abend des 31. Oktober will er in der Marienkirche am Berliner Alexanderplatz predigen.
Kirchliche Erneuerungsbewegung
In der Klosterkirche in Cottbus will kirchlichen Angaben zufolge der frühere Generalsuperintendent Rolf Wischnath einen Gottesdienst halten. Der Potsdamer Generalsuperintendent Kristóf Bálint wird in der Dorfkirche Nennhausen und in der Marienkirche von Kyritz zur Feier von Reformationsgottesdiensten erwartet.
Am Reformationstag erinnern Protestantinnen und Protestanten an die Anfänge der evangelischen Kirche vor mehr als 500 Jahren. Die vom damaligen Augustinermönch Martin Luther (1483-1546) um den 31. Oktober 1517 von Wittenberg aus verbreiteten 95 Thesen gegen kirchliche Missstände der damaligen Zeit wurden zum Ausgang einer christlichen Erneuerungsbewegung.