Mit einer musikalischen Andacht wird am Sonntag hinter der Schule in Ottendorf im Thüringer Saale-Holzland-Kreis die diesjährige Saison des Tälerpilgerwegs eröffnet. Im Anschluss starte eine gemeinsame Pilgerwanderung durch den Heischbachsgrund nach Lippersdorf, teilte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Montag in Erfurt mit.
Der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Tröbnitz und Initiator des Pilgerweges, Friedbert Reinert, nannte als das Ziel des Angebots, Menschen die Möglichkeit zu geben, die Dörfer und Kirchen inmitten einer landschaftlich reizvollen Umgebung neu zu entdecken, Abstand vom Alltag zu gewinnen und persönliche Erfahrungen zu sammeln. Die hübschen Dorfkirchen am Weg würden dabei als Orte der Stille und des Gebetes von vielen Menschen angenommen. Dies zeigten die Einträge in den Gästebüchern.
Überregional wahrgenommen
Der Pilgerweg versteht sich laut Reinert damit nicht nur als religiöses Angebot, sondern auch als Raum für Begegnung und Erholung. Die wachsende Resonanz zeige, dass solche Wege zunehmend auch überregional wahrgenommen und genutzt werden, sagte Reinert.
Die Initiative „Tälerpilgerweg“ startete ihr Projekt im Herbst 2011, um die Landschaft, die zum Großteil renovierten Dorfkirchen und historische Gegebenheiten zu verbinden. Der 50 Kilometer lange Rundweg im Saale-Holzland- und Saale-Orla-Kreis ist heute als „regionaler Thüringer Qualitätswanderweg“ eingestuft. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören neben den Kirchen Naturschönheiten oder historische Besonderheiten wie das Schloss in Wolfersdorf, Türme, Grenzsteine oder das Brehm-Museum in Renthendorf.