Mitteldeutsche Synode berät ab Donnerstag in Erfurt
Erfurt (epd).

Die Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) kommt von Donnerstag bis Samstag zu ihrer Frühjahrstagung in Erfurt zusammen. Zum Auftakt werde Landesbischof Friedrich Kramer vor den Synodalen seinen Bericht aus dem Landeskirchenrat vorlegen, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Am Abend berate das Kirchenparlament über die Richtlinie zur „Ethik in der Seelsorgearbeit“.

Am Freitag geht es in den Beratungen des Kirchenparlaments um die Zukunft der Kirche. Die Debatten stehen dabei im Kontext eines tiefgreifenden Umbruchs. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen, veränderter gesellschaftlicher Bedeutung und knapper werdender Ressourcen künftig gestaltet und strukturiert werden kann

Schutz vor sexualisierter Gewalt

Zudem befassen sich die Kirchenparlamentarier laut Tagesordnung mit Berichten, Anträgen und Kirchengesetzen. Beraten wird etwa eine Änderung des Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Nach den Ergebnissen der Forum-Studie habe die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) 2025 eine neue Richtlinie zur Anerkennung von durch sexualisierte Gewalt erlittenem Leid beschlossen, um die Verfahren in den Landeskirchen zu vereinheitlichen. Ziel sei eine transparente und für Betroffene nachvollziehbare Bearbeitung, die nicht von Region zu Region unterschiedlich ausfalle.

Die Landessynode ist das oberste beschlussfassende Gremium der EKM. In der Regel tritt sie zweimal jährlich zu mehrtägigen, öffentlichen Sitzungen zusammen. Die aktuelle Landesynode ist für sechs Jahre gewählt und endet zum Jahreswechsel 2026/27.