Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz rechnet in diesem Jahr mit höheren Einnahmen aus Kirchensteuern als bislang erwartet. Im Nachtragshaushalt für 2026 sind insgesamt knapp 299 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen eingeplant, knapp 14,3 Millionen Euro mehr als im vor rund einem Jahr für 2026 beschlossenen Haushalt. Der Gesetzentwurf zum Nachtragshaushalt, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, sieht für das laufende Jahr insgesamt knapp 499,4 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben vor. Geplant war bisher ein Volumen von rund 486,2 Millionen Euro.
Der Nachtragshaushalt soll im November von der Landessynode beschlossen werden. Dort sind für 2027 insgesamt rund 504,9 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben vorgesehen. Im vergangenen Jahr war für 2027 zunächst ein Kirchenhaushalt mit einem Umfang von rund 488,9 Millionen Euro verabschiedet worden.
Weniger Leitungsämter
Die Synode will auch über die Streichung kirchlicher Führungsämter beraten. Dabei stehen zwei Varianten und auch eine weitere Verringerung der Zahl der Kirchenkreise zur Debatte.
Die Kirchenleitung favorisiert einer Vorlage zufolge die Reduzierung der Leitungsämter der Kirchensprengel Berlin, Potsdam und Görlitz von drei auf zwei. Damit könnten zwischen 280.000 und 320.000 Euro pro Jahr eingespart werden, heißt es dort. Künftig könnte es damit weiter den Sprengel Berlin und einen neuen Sprengel Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit Sitz in Cottbus geben. Ein Alternativvorschlag sieht die Streichung aller drei Ämter vor. Damit könnten der Vorlage zufolge rund 837.000 Euro eingespart werden.