Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat der evangelische Bischof Christian Stäblein zur anhaltenden Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus dem Land aufgerufen. „Wir dürfen uns nicht an die Schrecken dieses Krieges gewöhnen“, erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Freitag in Berlin: „Gleichgültig werden ist keine Option.“ Auch in Deutschland sei Hilfe möglich, indem sich Menschen für den Schutz der vielen ukrainischen Kriegsflüchtlinge einsetzen.
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine begann am 24. Februar 2022. Stäblein betonte, das „kaum zu ertragende Leid der Menschen in der Ukraine“ erschüttere ihn sehr. Die Bilder der zerbombten Städte und die Berichte der Gräueltaten würden mit jedem Kriegsjahr furchtbarer. Zugleich sei beeindruckend, wie die Bevölkerung in der Ukraine zusammenstehe und trotz allem den Glauben an Frieden und Freiheit nicht verliere.
Ökumenischer Gedenkgottesdienst
Gemeinsam mit dem katholischen Erzbistum Berlin und dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg lädt die evangelische Landeskirche am Dienstag zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in die Marienkirche am Berliner Alexanderplatz ein. Auch mit zahlreichen weiteren Andachten werde der Opfer gedacht und ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und die weitere Unterstützung der vom Krieg betroffenen Menschen gesetzt, hieß es. Andachten, Gedenkgottesdienste und weitere Veranstaltungen seien unter anderem in Finsterwalde, Potsdam, Fürstenwalde und verschiedenen Berliner Kirchen geplant.