Antikriegstag: Berliner Bischof Stäblein mahnt zum Frieden
Berlin (epd).

Zum 87. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs hat der evangelische Berliner Bischof Christian Stäblein zu Engagement für Frieden und Versöhnung aufgerufen. Frieden sei „alles andere als selbstverständlich“, erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz anlässlich des als Antikriegstag bekannten Datums am Dienstag. Zugleich sei er „Teil unserer Hoffnungskultur“.

Der Zweite Weltkrieg begann in Europa am 1. September 1939 mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Bis Kriegsende 1945 kamen Schätzungen zufolge mehr als 75 Millionen Menschen weltweit ums Leben.

„Furchtbarer Angriffskrieg“

Stäblein erklärte, gerade in der heutigen Zeit treffe der Antikriegstag einen tiefen Schmerz. „Es herrscht Krieg in Europa, ein furchtbarer Angriffskrieg gegen die Ukraine“, betonte der Bischof. Diesen könnte „der hierfür verantwortliche russische Präsident sofort beenden“.

In Europa hätten nach zwei grausamen Weltkriegen Menschen die Kraft zur Versöhnung zwischen den Völkern gefunden, erklärte Stäblein. Diese Kraft werde heute wieder benötigt. Auf der Möglichkeit, Menschen zur Umkehr zu bringen und den Weg des Redens zu eröffnen, gründe die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander. Anlässlich des Antikriegstags wollte Stäblein am Dienstagabend eine Predigt beim Friedensgottesdienst des Deutschen Gewerkschaftsbunds Region Berlin in der St. Marienkirche halten.