Für die Sanierung der Westfassade der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg stellt das Land Sachsen-Anhalt insgesamt 120.000 Euro bereit. Das Landesverwaltungsamt habe die bereits bewilligte Denkmalpflegeförderung um weitere 60.000 Euro erhöht, teilte eine Behördensprecherin am Donnerstag in Halle mit. Die Gesamtausgaben für die Instandsetzung in zwei Bauabschnitten beliefen sich somit auf rund 472.000 Euro.
An der Finanzierung beteiligen sich neben dem Land die Kirchengemeinde, kirchliche Einrichtungen und weitere Fördermittelgeber. Die Arbeiten dienen den Angaben zufolge der Beseitigung von Schäden an der historischen Bausubstanz und sollen die langfristige Erhaltung der Westfassade sichern, aus der nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vereinzelt schon Steine heruntergefallen sind.
Grundsteinlegung erfolgte im 15. Jahrhundert
Insgesamt müssen laut Ausschreibung etwa 1.200 Quadratmeter Fugen und 1.100 Kleinstflächen erneuert werden. Hinzu komme die Reinigung von etwa 1.400 Quadratmetern an Oberflächen sowie die Anfertigung einer Gesimsabdeckung aus Walzblei. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für 2028 geplant.
Die Stadtkirche St. Wenzel zählt zu den prägenden Kulturdenkmalen Naumburgs. Gemeinsam mit dem Naumburger Dom steht sie für die jahrhundertealte Bau- und Kulturgeschichte der Stadt und der Region. Die Grundsteinlegung für St. Wenzel erfolgte 1426, mehrfach wurde der Sakralbau in der Folge umgestaltet und erweitert. So erhielt er 1510/1520 sein Westportal und wurde 1724 barock ausgestattet.