Todesfahrt in Leipzig: Polizei geht von Amok aus
Leipzig (epd).

In der Leipziger Innenstadt ist am Montagnachmittag ein Auto in eine Menschengruppe gerast. Laut Polizeiangaben wurden zwei Menschen getötet. Zudem habe es zwei Schwerverletzte sowie mehrere weitere Verletzte gegeben. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von einer „schrecklichen Amokfahrt“. Es herrsche „Entsetzen und Trauer zugleich“.

Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 33-jährigen Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft. Er sei noch am Tatort festgenommen worden und befinde sich in Polizeigewahrsam. Für die Stadtbevölkerung bestehe derzeit keine Gefahr mehr.

Jung: „Wir sind fassungslos“

Der tödliche Vorfall ereignete sich in der Nähe des Augustusplatzes in der Grimmaischen Straße, einer belebten Fußgängerzone. Der Fahrer soll bis zum Markt vorgedrungen sein. Es habe „zwei schwere Kollisionen“ gegeben, hieß es. Das Tatauto sei sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren wegen vollendeten und versuchten Mordes eingeleitet.

Zahlreiche Rettungskräfte und Beamte waren im Großeinsatz. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte: „Wir sind fassungslos darüber, was geschehen ist.“ Es sei eine „tödliche Tragödie“, eine „fürchterliche Amokfahrt“. Es fehlten ihm „die richtigen Worte“ zu diesem Geschehen.

Kirche für Gebete geöffnet

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte auf der Plattform „X“: „So eine Tat macht uns sprachlos - und sie macht uns entschlossen.“ Jetzt gehe es darum, „schnell und vollständig aufzuklären“ und „füreinander da zu sein“.

Die Leipziger Nikolaikirche, die sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort befindet, war am Montag für Gebete und Gespräche geöffnet.

Von Katharina Rögner (epd)