Der ehemalige Oberkommandierende der US-Landstreitkräfte in Europa, Ben Hodges, erhält am 7. November den Point-Alpha-Preis 2026. Der 68-jährige US-General a. D. werde für seine Verdienste um die deutsche und europäische Einigung in Frieden und Freiheit ausgezeichnet, teilte die Stiftung am Montag mit. Hodges war von 2014 bis 2017 Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa.
Der Präsident des Kuratoriums Deutsche Einheit, Christian Hirte (CDU), würdigte Hodges' Einsatz für die transatlantische Partnerschaft und die sicherheitspolitische Einbindung Deutschlands und Europas. Der Preisträger verfüge über eine ausgeprägte persönliche Bindung zu Deutschland. Zudem engagiere sich der ehemalige General gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie für Freiheit und Menschenrechte.
Zu den Preisträgern gehören Michael Gorbatschow und George Bush
Der Point-Alpha-Preis wird zum 16. Mal verliehen. Er wird vom Kuratorium Deutsche Einheit gemeinsam mit der Point Alpha Stiftung vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zu den ersten Preisträgern gehörten 2005 der frühere US-Präsident George Bush senior (1924-2018), der sowjetische Ex-Staatschef Michail Gorbatschow (1931-2022) und Bundeskanzler Helmut Kohl (1930-2017).
Die heutige Mahn- und Gedenkstätte Point Alpha liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Rasdorf in Hessen und Geisa in Thüringen. Während des Kalten Krieges diente der US-Beobachtungsstützpunkt zur Überwachung des strategisch bedeutsamen „Fulda-Korridors“, der in den Verteidigungsplänen der NATO als eine der wahrscheinlichsten Einbruchsachsen für die Truppen des Warschauer Paktes galt.