Mehrere Universitäten durch Proteste blockiert
Berlin (epd).

In mehreren deutschen Städten ist es am Mittwoch zu Blockaden von Universitätsgebäuden gekommen. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen Militarisierung sowie Kürzungen und riefen zur Solidarität mit Streikenden in Frankreich auf. In Berlin wurde das Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin (FU) blockiert, wie eine Sprecherin der Hochschule dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch sagte.

Daran beteiligten sich nach Beobachtungen rund 30 bis 40 Menschen. Das betroffene Lehrpersonal wurde demnach zu digitalem Unterricht aufgerufen, um den Lehrbetrieb möglichst aufrechtzuerhalten. Laut Angaben der Berliner Polizei handelte es sich dabei um eine angemeldete Versammlung, Einsatzkräfte wurden nicht an das Universitätsgebäude geschickt. Die FU-Sprecherin erklärte, die Institution „respektiert das Recht auf friedlichen Protest, solange dieser gewaltfrei bleibt“. Der Instagram-Account „Unistreik Berlin“ kündigte für Freitag vor dem TU-Mathegebäude „Streiken wie in Frankreich“ an.

Blockaden in Leipzig und Hamburg

Auch in Leipzig ist es laut Angaben mehrerer Accounts auf sozialen Medien zu einer Blockade der Universität gekommen. Demnach blockierten Aktivistinnen und Aktivisten den Eingang des Hauptcampus mit Zäunen, Mülltonnen und Fahrradschlössern.

In Hamburg wurde die HAW Finkenau blockiert, wie aus auf sozialen Medien verbreiteten Bildern hervorgeht. Die Polizei war demnach mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Für Samstag sind bundesweit Jugendproteste unter dem Motto „Gen Z regelt“ geplant.