Bergmann-Pohl bekommt Porträt in Bundestagsgalerie
Berlin (epd).

Die Präsidentin der einzigen frei gewählten Volkskammer in der DDR, Sabine Bergmann-Pohl, wird mit einem Porträt in der Galerie der Präsidentinnen und Präsidenten des Deutschen Bundestages gewürdigt. Das habe der Kunstbeirat des Parlaments auf Vorschlag von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) entschieden, teilte der Bundestag am Donnerstag in Berlin mit.

Mit Sabine Bergmann-Pohl, die am 20. April 80 Jahre alt geworden ist, wird erstmals eine Person in die Porträtgalerie aufgenommen, die nicht Bundestagspräsidentin war. Mit der Anfertigung des Bildes wurde auf Wunsch Bergmann-Pohls die Leipziger Malerin Doris Ziegler beauftragt.

Klöckner würdigt Leistung der Volkskammer

Bergmann-Pohl stehe wie kaum eine andere Politikerin für den demokratischen Aufbruch in der DDR und den Weg zur deutschen Einheit, sagte Klöckner. Sie habe einen „einen bleibenden Platz in unserer Demokratie- und Parlamentsgeschichte verdient“. „Wir erinnern damit stellvertretend auch an die Leistung der frei gewählten Volkskammer sowie an das Wagnis der Menschen in Ostdeutschland, die Freiheit und Demokratie friedlich erkämpften“, fügte die amtierende Bundestagspräsidentin hinzu.

Die aus Thüringen stammende Ärztin Bergmann-Pohl war 1990 Präsidentin der 10. Volkskammer der DDR. Unter ihrer Leitung legte die Volkskammer die parlamentarischen Grundlagen für die deutsche Einheit. Am 23. August 1990 beschloss sie den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes. Die CDU-Politikerin Bergmann-Pohl war in den folgenden 90er Jahren Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium