"Vier Pfoten": Mähroboter sind gefährlich für Wild- und Haustiere
Hamburg (epd).

Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ fordert klare Regeln für den Einsatz von Mährobotern. Die Geräte seien für Wild- und Haustiere gefährlich, teilten die Tierschützer am Donnerstag in Hamburg mit. Sie könnten bei Tieren schwerwiegende Verletzungen verursachen. Wer einen Mähroboter besitzt, sollte diesen deshalb ausschließlich tagsüber und nur unter Aufsicht betreiben. Vor dem Einsatz sei die Rasenfläche gründlich abzusuchen, das gelte besonders in der Dämmerung oder bei feuchtem Wetter. Haustiere sollten während des Mähvorgangs im Haus gehalten werden.

Besonders gefährdet sind laut „Vier Pfoten“ Igel. Sie würden bei einer Bedrohung nicht fliehen, sondern sich einrollen. Mähroboter würden sie häufig nicht erkennen. Auch Amphibien, Reptilien sowie Haustiere wie Katzen oder kleine Hunde könnten verletzt werden. Eine weitere Empfehlung von „Vier Pfoten“: Es sollten unbehandelte, naturnahe Bereiche im Garten geschaffen werden, etwa mit Laub, Wildblumen, Totholz oder einem nicht gemähten Streifen Wiese.

Igel-Bestand stark unter Druck

Der Westeuropäische Igel steht laut „Vier Pfoten“ in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Sein Bestand sei durch den Verlust naturnaher Gärten und den Rückgang von Insekten als Nahrungsquelle stark unter Druck geraten. Zusätzliche Gefahren im Garten, wie der nächtliche Einsatz von Mährobotern, verschärften die Situation weiter. „Vier Pfoten“ bringt die Problematik nach eigenen Angaben aktiv in die politische Debatte ein. Ein Ziel sei, den Einsatz von Mährobotern so zu regulieren, dass Technik und Tier sowie Artenschutz künftig besser miteinander vereinbar sind.