SH: Tabakkonsum brachte 14.401 Menschen ins Krankenhaus
Kiel (epd).

In Schleswig-Holstein sind 14.401 Menschen im Jahr 2024 aufgrund ihres Tabakkonsums ins Krankenhaus gekommen. Sie wurden etwa wegen der chronischen Lungenerkrankung COPD oder bösartigen Tumoren im Kehlkopf, in der Luftröhre oder in den Bronchien behandelt, wie die AOK anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai mitteilte. Die Krankenkasse bezog sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl nahezu gleich geblieben.

In Schleswig-Holstein leben nach AOK-Angaben 108.700 Menschen ab 40 Jahren mit COPD. Das entspricht 6,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Bei den 60-jährigen Männern sind 7,2 Prozent betroffen und bei den 60-jährigen Frauen 6,0 Prozent. Ihren Höhepunkt erreicht die Krankheit bei den Männern zwischen 85 und 89 Jahren mit 13,7 Prozent und bei den Frauen zwischen 80 und 84 Jahren mit 9,1 Prozent.

Frühzeitige Prävention

Obwohl Zigaretten Hauptrisikofaktor für die Entstehung von COPD und zahlreicher Krebserkrankungen seien, rauchten viele Menschen weiter, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Man müsse deshalb frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen für die Vorteile des Nichtrauchens werben, damit diese erst gar nicht mit dem Rauchen anfingen.

Bei einer COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt. Betroffene haben ein Gefühl von Luftnot. Atemnot, Husten und Auswurf sind die typischen Symptome. Die eingeatmeten Partikel rufen eine Entzündung des Lungengewebes hervor, die zu einer chronischen Verengung der Bronchien und damit zu einem erhöhten Atemwiderstand führt. Auch das Einatmen anderer Schadstoffe oder chronisch wiederkehrende Atemwegsinfekte können zum Entstehen der Krankheit beitragen und diese verschlimmern.