Verband warnt vor politischer Einflussnahme auf Kulturbetrieb
Hamburg (epd).

Die „LiveMusikKommission“ (LiveKomm) betont angesichts zunehmender politischer Einflussnahme auf den Kulturbetrieb die Bedeutung der Kunstfreiheit. Durch aktuelle Entwicklungen, wie die Debatte um die Einflussnahme auf die Juryentscheidung beim Deutschen Buchhandelspreis, fürchte die LiveKomm um die Unabhängigkeit des Kunstbetriebs als „kritischen Resonanzraum“, teilte die LiveKomm am Montag in Hamburg mit. Vor diesem Hintergrund habe der Bundesverband ein Standpunktpapier mit fünf politischen Forderungen veröffentlicht.

Der Verband fordert unter anderem die „Schaffung eines sicheren rechtlichen Rahmens für politisch positionierte Träger in der freien Kulturszene“. Außerdem beleuchte das Papier die Wichtigkeit von Schutz vor Repressionen durch die Politik, insbesondere „wenn Kulturorte gesellschaftliche Debatten aufgreifen oder Position beziehen“, hieß es.

Künstlerische Freiheit

Als Bundesverband der Musikspielstätten vertrete die LiveKomm verschiedene Orte, etwa kleinere Klubs und Festivals, die neue Perspektiven und kulturelle Vielfalt in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltungen stellen. „Diese Räume sind unverzichtbar für eine offene Gesellschaft. Kunst braucht Freiheit - und genau diese gerät zunehmend unter Druck, wenn politische Interessen Einfluss auf kulturelle Prozesse nehmen“, sagte Mankel Brinkmann, Erster Vorsitzender der LiveKomm.