Hamburg: Peru-Fotos und Geschichte jüdischer Objekte im Markk
Hamburg (epd).

Das Hamburger Museum am Rothenbaum (Markk) zeigt in diesem Jahr die Ausstellung „Bilderechos aus Peru“ als Beitrag zur 9. Triennale der Photographie. Eine weitere Ausstellung befasst sich mit der wechselvollen Geschichte jüdischer Objekte im Markk, wie das Museum am Freitag mitteilte. Zudem sei für 2026 geplant, den rund 200.000 Objekte umfassenden Sammlungsbestand und einen Teil der fotografischen Sammlung digital zugänglich zu machen.

Die Schau „Bilderechos aus Peru“ widme sich ab dem 5. Juni den intimen Porträts, Alltagsszenen und dokumentarischen Bildern Hans Heinrich Brünings (1848-1928), dessen Fotografien und Tonaufnahmen in Peru bis heute ein starkes Echo erzeugen und neue Perspektiven auf Identität, Erinnerung und kulturelle Selbstbestimmung eröffnen würden. Die Sammlung des deutschen Amateurforschers sei während seines 50-jährigen Aufenthalts in der Region Lambayeque entstanden.

Die Ausstellung setze sich mit den Neuinterpretationen von lokalen Akteurinnen, Akteuren, Forschenden und Kunstschaffenden auseinander, die die Dokumente aus einer kolonial geprägten Vergangenheit in lebendige Archive verwandeln würden.

Kritische Neubewertung

Um die „Geschichte(n) jüdischer Objekte im Markk“ geht es ab dem 28. August. Die Schau erzähle Biografien und Sammlungsgeschichten vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart und nehme eine kritische Neubewertung der Rolle des Museums im Nationalsozialismus vor. Ausgangspunkt sei die als verschollen geltende Sammlung der früheren Hamburger Gesellschaft für jüdische Volkskunde, hieß es. Dabei soll auch die aktuelle Provenienzforschung zu NS-Raubgut in den ethnografischen Beständen des Museums vorgestellt werden.

Bereits seit Dezember vergangenen Jahres läuft im Markk die Ausstellung „Katzen!“. Die Schau lade dazu ein, der Jahrtausende alten Anziehungskraft der Katze auf den Menschen nachzuspüren.