Lübecker Kirche St. Marien ab November geschlossen
Lübeck (epd).

Die Sanierung des Innenraums der Lübecker Altstadtkirche St. Marien beginnt am 2. November. Ab dann sei die Kirche für mindestens ein Jahr geschlossen, teilte der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg am Freitag mit.

„Wer St. Marien noch einmal in der heutigen Form erleben möchte, sollte die Zeit nutzen, denn so wie jetzt wird unsere Kirche nie wieder aussehen“, sagte Pastor Robert Pfeifer. Insgesamt werden den Angaben zufolge rund 29 Millionen Euro in das Bauvorhaben investiert.

Gemeinde zieht um

Der letzte reguläre Gottesdienst in St. Marien werde am 1. November stattfinden. Am Tag zuvor werde noch einmal der Reformationstag (31. Oktober) gefeiert. Ab Schließung würden die regulären Sonntags- und die Weihnachtsgottesdienste in die Briefkapelle ausweichen. Von Januar bis März 2027 weiche die Mariengemeinde dann nach St. Jakobi aus.

Etwa ein Jahr nach Beginn der Bauarbeiten soll St. Marien in Teilen wieder zugänglich werden. „Aber wenn wir danach wieder öffnen, kommen die Menschen in eine Kirche, in der weiter gebaut wird“, sagt der Pastor.

Kirche bekommt Fußbodenheizung

Die Bauarbeiten umfassen mehrere Bereiche. In den Turmkapellen werde die Raumschale saniert, außerdem sei ein Rückbau des Hochchors geplant. Da es sich bei der Kirche um ein historisches Bauwerk handele, werde jeder Schritt „sehr sorgfältig geplant und begleitet“, sagte Architektin Christine Johannsen.

Im zweiten Bauabschnitt werde dann der bestehende Fußboden aufgenommen. Die historischen Ziegelsteine würden zur späteren Wiederverwendung geborgen, bevor der Bodenaufbau entfernt werde. „Damit wird Platz für eine grundlegende technische Neuerung geschaffen: St. Marien erhält eine wassergeführte Fußbodenheizung“, sagte die Architektin.