Kücknitz: Dreifaltigkeitskirche wird am 4. Oktober entwidmet
Lübeck (epd).

Die evangelische Kirchengemeinde Kücknitz nimmt Abschied von der Dreifaltigkeitskirche. Am 4. Oktober werde die Kirche im Lübecker Stadtteil Kücknitz-Roter Hahn im Rahmen eines Abschiedsgottesdienstes mit Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, und Propst Oliver Erckens entwidmet, teilte der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg am Montag mit. Aktuell laufe die Suche nach Interessenten für das Grundstück mit dem Kirchengebäude.

Die kirchliche Nutzung des Gebäudes endet den Angaben zufolge nach mehr als 60 Jahren. Die Entscheidung sei Teil des im November 2023 vorgestellten Gebäudeprozesses der Kirchengemeinde Kücknitz. Ein Grund für die Entscheidung sei der hohe Sanierungsbedarf der Kirche: Insgesamt wären Investitionen von mindestens 1,8 Millionen Euro erforderlich gewesen. Hinzu kämen jährliche Bewirtschaftungskosten von rund 13.000 Euro. Die Kirchengemeinde könne diese Kosten dauerhaft nicht tragen.

Weitere Veränderungen geplant

Zum Zukunftsplan gehören neben der Entwidmung der Dreifaltigkeitskirche nach Kirchenkreis-Angaben weitere Veränderungen. So führe die Kirchengemeinde derzeit Gespräche mit Interessenten für die ehemalige St. Paulus-Kapelle in Dänischburg. Das Pastorat in der Dummersdorfer Straße werde an die Stadt Lübeck zurückgegeben, das Gemeindebüro ziehe in das Kirchenforum im Straßenfeld 2.

Die Dreifaltigkeitskirche sei in einer Zeit des Aufbruchs entstanden, informierte der Kirchenkreis. Nachdem Lübeck in den Nachkriegsjahren durch viele Geflüchtete stark gewachsen sei, habe sich auch der Stadtteil Roter Hahn zu einem neuen Wohngebiet entwickelt. Mit dem Bau der Kirche habe das Quartier einen geistlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt erhalten. Der Grundstein für die Kirche sei am 18. Juni 1963 gelegt worden, die Einweihung sei am 28. Februar 1965 erfolgt.