Kirche in Hanerau-Hademarschen wird endlich saniert
Hanerau-Hademarschen (epd).

Nach mehr als zehnjährigem Rechtsstreit rückt die Sanierung der evangelischen Kirche St. Severin in Hanerau-Hademarschen bei Rendsburg jetzt in greifbare Nähe. Die Vorarbeiten für die Sanierung würden nun beginnen, die Baustelle sei eingezäunt, die Aufträge für die fälligen Arbeiten seien vergeben, teilte der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde am Montag mit. Die Sanierung soll etwa ein Jahr dauern. So lange würden die Gottesdienste im Gemeindehaus abgehalten. Für den 28. Juni (10 Uhr) sei ein Baustellengottesdienst mit Propst Matthias Krüger geplant.

St. Severin ist seit mehr als zwölf Jahren geschlossen. Im Jahr 2003 brannte die Feldsteinkirche komplett aus. Ursache war ein Defekt im Mehrfachstecker der Weihnachtsbaumbeleuchtung. In den folgenden Jahren wurde die Kirche wieder aufgebaut. Doch durch eine falsche Mörtelmischung zerfiel das Mauerwerk. Im Jahr 2014 begann ein langer Rechtsstreit, der 2024 zugunsten der Kirchengemeinde ausging: Die Versicherungen der Baubeteiligten mussten 2,1 Millionen Euro zahlen.

Fußboden bleibt erhalten

Der denkmalgeschützte Fußboden soll nach Angaben von Pastorin Diana Krückmann erhalten bleiben. Das gilt auch für den Chor, also den Altarbereich der Kirche. „Die Mauern in diesem Bereich sind weitgehend intakt, weil dort der Schaden beim Brand am geringsten war“, erläutert die Pastorin.

Auch das Dach bleibt bestehen. Das Mauerwerk an Nord- und Südseite müsse jedoch komplett neu gebaut werden. Da das Geld von der Versicherung nicht reichen werde, seien Spendenaktionen geplant.