Katholische Kirche schließt Verwaltungsstandort in Schwerin
Schwerin (epd).

Angesichts sinkender Mitgliederzahlen will die katholische Kirche ihren fast 50 Jahre alten Verwaltungsstandort in Schwerin-Lankow aufgeben, inklusive der Kirche St. Martin. „Damit werden an dem Standort in der Kirche St. Martin ab der zweiten Jahreshälfte keine Gottesdienste mehr gefeiert“, informierte das Erzbistum Hamburg. „Wir werden das Gelände im Erbbaurecht an einen zukünftigen Nutzer veräußern“, sagte der Verwaltungsdirektor des Erzbistums, Alexander Becker, laut Mitteilung.

Den Angaben zufolge konnte das Gebäude in Schwerin-Lankow 1978 „nach langem Ringen mit den Staatsorganen der DDR“ für die bischöfliche Verwaltung fertiggestellt und bezogen werden. Der dazugehörige Versammlungsraum wurde zur Kirche St. Martin geweiht.

Eine „Basisstation“ entsteht in der Pfarrei St. Anna

Neben dem Rückgang der Kirchenmitgliederzahlen werden laut Erzbistum bis zum Jahr 2040 auch weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge prognostiziert. Das Erzbistum Hamburg stelle sich derzeit darauf ein und werde fünf Regionen mit sogenannten Basisstationen ausbauen, hieß es. Eine davon werde in der Pfarrei St. Anna in Schwerin aufgebaut. Mit mehr Personal solle „auf diese Weise in Westmecklenburg eine verlässliche Erreichbarkeit und Sichtbarkeit der Seelsorge über Pfarreigrenzen hinweg zukünftig gesichert werden“.

Die Katholiken in Mecklenburg gehören zum Erzbistum Hamburg. Ihre Zahl sank nach Angaben des Erzbistums von rund 40.300 im Jahr 2013 auf knapp 35.800 Ende 2024.