Das Paläon-Forschungsmuseum Schöningen führt den Besucher im kommenden Jahr zu den Ursprüngen der Menschheit nach Afrika. Die Ausstellung „Planet Africa - Eine archäologische Zeitreise“ ist dort ab Juni 2026 zu Gast, wie eine Museumssprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Das internationale Ausstellungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts und des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin beleuchtet mehr als zwei Millionen Jahre afrikanischer Menschheitsgeschichte. Die Schau ist zeitgleich an mehreren Standorten in Afrika zu sehen.
In sechs thematischen Modulen vermittele „Planet Africa“ aktuelle Forschungsergebnisse und verbinde diese mit Fragen zu Anpassung, Innovation und kulturellem Austausch, hieß es. Multimediale Installationen, Grafiken, Filme sowie künstlerische Beiträge afrikanischer Street-Art-Künstlerinnen und Künstler eröffneten neue Perspektiven auf die Ursprünge des Menschen, technologische Entwicklungen und die Vielfalt afrikanischer Kulturen.
„Tot wie ein Dodo“ thematisiert Artensterben
Noch bis zum 5. April ist außerdem die im Mai 2025 eröffnete Ausstellung „Tot wie ein Dodo. Arten. Sterben. Gestern. Heute“ zu sehen. Darin geht es um die Geschichte der Ausrottung von Lebewesen durch den Menschen. Schätzungen zufolge stürben aktuell jeden Tag etwa 130 Tier- und Pflanzenarten aus, sagte die Sprecherin. In der Schau können die Besucher lebensgroße Modelle und Originalmaterial von ausgestorbenen Tieren wie Riesenmoa und Stellerscher Seekuh betrachten. Auch aktuell bedrohte Tierarten wie Eisbär, Tiger und Nashorn werden thematisiert.
Das Museum war 2013 unter dem damaligen Titel „paläon Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere“ eröffnet worden. Seitdem werden dort neun hölzerne Wurfspeere und eine Holzlanze aus der Altsteinzeit gezeigt, die in der Region entdeckt wurden. Sie sind nach jüngsten Erkenntnissen mindestens 200.000 Jahre alt und gelten als die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit.