Drei evangelische Büchereien für gesellschaftliche Vielfalt geehrt
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Drei evangelische Büchereien für gesellschaftliche Vielfalt geehrt
Göttingen, Gelnhausen (epd).

Drei evangelische Büchereien sind für ihr Engagement für Vielfalt, Toleranz und Gemeinschaft ausgezeichnet worden. Den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis der ersten Jahresinitiative erhält die Evangelische öffentliche Bücherei im hessischen Meerholz-Hailer bei Gelnhausen, wie das Evangelische Literaturportal Eliport in Göttingen mitteilte. Jeweils 500 Euro gehen an zwei Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen: an die Evangelische öffentliche Bücherei Kaarst-Holzbüttgen bei Düsseldorf sowie die Gemeindebücherei Bielefeld-Bethel.

Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 19 Einrichtungen an dem Bundeswettbewerb unter dem Motto „Türöffner“ beteiligt. Die Initiative sollte die Arbeit evangelischer öffentlicher Büchereien vor allem im ländlichen Raum sichtbarer machen. Das Literaturportal habe die Häuser dabei unterstützt, neue Zielgruppen anzusprechen, Kooperationen aufzubauen und Begegnungsräume zu schaffen, hieß es.

Innovative Konzepte für das Ehrenamt

Bei der Bücherei Meerholz-Hailer überzeugte die Jury den Angaben zufolge vor allem die Einbindung der ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Mit einer Veränderung der Teamstruktur, die persönliche Stärken und vorhandene Ressourcen in den Vordergrund stellt, wurde eine innovative Grundlage für die gemeinsame Arbeit geschaffen“, urteilte die Jury. Daraus seien Angebote wie mehrsprachiges Vorlesen, Bilderbuchkinos für Erzieher sowie Kooperationen mit Berufsschulen entstanden.

In Kaarst-Holzbüttgen lobte die Jury die Verbindung von kirchlichen Angeboten mit einem klaren Inklusionsansatz, der Kooperationen mit einem Hospiz und einem Leseklub umfasst. Bei der Gemeindebücherei Bethel überzeugte die Juroren wiederum, dass ein Umzug in kleinere Räume und ein Leitungswechsel dazu genutzt worden seien, ein vielfältiges Kooperationsnetzwerk aufzubauen.

„In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit ist und Leseförderung mehr denn je Engagement braucht, zeigen evangelische öffentliche Büchereien, wie aus Bildung und Begegnung ein lebendiges Miteinander entstehen kann“, erklärte Eliport-Geschäftsführerin Wiebke Mandalka. Kirchliche Büchereien leisteten Außergewöhnliches für das gesellschaftliche Miteinander.