Der ehemalige deutsch-deutsche Grenzstreifen auf hessischem Gebiet soll stärker als Erholungs- und Tourismusziel genutzt werden. Dabei soll ein neuer, interaktiver Internetauftritt helfen.
Wiesbaden (epd). Für das Grüne Band Hessen an der ehemaligen deutsch-deutschen-Grenze gibt es einen neuen Internetauftritt. Damit gehe das Land Hessen den nächsten Schritt bei dem Vorhaben, die Region als Erholungs- und Reiseziel für einen „natur- und geschichtsnahen Tourismus“ zu entwickeln, teilte das hessische Landwirtschaftsministerium am 4. März in Wiesbaden mit. Herzstück der Website sei eine interaktive Karte, auf der alle Grenzmuseen und Erinnerungsorte sowie Wander- und Radwege am Grünen Band und auch das Kanurevier Werra zu finden seien. Für alle Ziele gebe es detaillierte Informationen, Kontaktdaten, Anreiseempfehlungen und zum Teil herunterladbare Karten und Broschüren. Zudem seien Informationen über das Grüne Band auf deutscher und europäischer Ebene zu finden.
Nach Angaben des Ministeriums haben sich alle drei hessischen Landkreise am Grünen Band an der Ausgestaltung der Website beteiligt. Bereits Anfang Februar hatte die Landesregierung einen Gesetzentwurf vorgestellt, nach dem Grundstückseigentümern in der seit 2023 als Nationales Naturmonument ausgewiesenen Region mehr Rechte zugestanden werden sollen, um die Akzeptanz des Grünen Bands zu erhöhen. Während es im Gesetz von 2023 drei Zonen für einen besonderen Naturschutz gibt, sollen es künftig nur noch zwei sein. Besondere Schutzbestimmungen sollen nur noch auf ökologisch besonders wertvollen sowie auf öffentlichen Flächen greifen. Die Grünen kritisierten den Gesetzentwurf als Verwässerung des Naturschutzes.
Grünes Band berührt in Hessen 21 Kommunen
Das 260 Kilometer lange „Grüne Band“ Hessen umfasst eine Fläche von rund 8.000 Hektar. Der grenzübergreifende Biotopverbund mit dem Nachbarland Thüringen berührt in Hessen 21 Kommunen in drei Landkreisen.
www.gruenesbandhessen.de