Rheinische Kirche berät über einschneidende Sparmaßnahmen
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Präses Latzel schwört Rheinische Kirche auf harten Sparkurs ein

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor drastischen finanziellen Einschnitten. Die Synode muss über Ausgabenkürzungen von 33 Millionen Euro entscheiden.

Bonn, Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche im Rheinland will auf ihrer anstehenden Landessynode in Bonn über Sparmaßnahmen von mindestens 33 Millionen Euro bis 2030 entscheiden. Angesichts sinkender Einnahmen und steigender Kosten gelte es, „kirchliche Arbeit zukunftsorientiert auszurichten, von Kirchensteuer unabhängiger zu machen und auch als kleinere Kirche weiter für andere da zu sein“, erklärte die zweitgrößte deutsche Landeskirche am 12. Januar in Düsseldorf.

„Wir werden schwierige Entscheidungen treffen müssen“, betonte der leitende Theologe, Präses Thorsten Latzel. „Vor allem für die Betroffenen ist das emotional belastend.“ Für betroffene Mitarbeitende soll es sozialverträgliche Lösungen geben.

Ausgeglichener Haushalt bis 2029 angestrebt

Mehr als 60 Menschen hätten im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das dann bereits in synodalen Ausschüssen beraten worden sei, hieß es. Über die Kürzungen entscheiden wird nach eingehenden Beratungen in Arbeitsgruppen und Ausschüssen das rheinische Kirchenparlament, das vom 16. bis 20. Januar in Bonn tagt. Es vertritt die knapp 2,1 Millionen Protestanten zwischen Niederrhein und Saar. Die Landessynode ist das oberste Beratungs- und Entscheidungsorgan der rheinischen Kirche, es hat 184 stimmberechtigte Mitglieder.

Hintergrund der Sparpläne ist die drastisch abnehmende Finanzkraft. So wird sich die Kirchensteuerbasis laut der sogenannten Freiburger Studie bis zum Jahr 2060 im besten Fall halbieren. Als weitere Risikofaktoren nannte die rheinische Kirche die abnehmende religiöse Sozialisation junger Generationen und die sinkende Bindung vieler Mitglieder durch Gebäudeschließungen und Fusionen. Daher sei der Sparweg beschlossen worden, der einen ausgeglichenen Haushalt bis 2029 vorsieht.

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