Landesbischof Kopp: "Demokratie lebt vom Mitmachen und Zuhören"
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Landesbischof Christian Kopp: "Demokratie lebt vom Mitmachen und Zuhören".
München (epd).

Zum Internationalen Tag der Demokratie am Dienstag (15. September) ruft der bayerische evangelische Landesbischof Christian Kopp dazu auf, Geschichten des gelingenden Miteinanders zu erzählen. „Demokratie lebt vom Mitmachen und Zuhören. Sie lebt davon, dass alle eine Stimme haben und gehört werden“, sagte der Landesbischof am Montag laut Mitteilung. Was Demokratie stark mache, seien Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich einbringen, zuhören und das gesellschaftliche Miteinander gestalten, sagte Kopp weiter. Dies gelte in politischen Ämtern genauso wie im Alltag, in der Familie, in der Nachbarschaft, im Verein und in der Kirche. Der Landesbischof rief dazu auf, im eigenen Umfeld nach Möglichkeiten zu suchen, sich zu engagieren.

Zugleich warnte Kopp vor politischen Heilsversprechen und vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen. Demokratie sei oft mühsam, so der Landesbischof. Sie verlange Gespräche, Kompromisse und die Bereitschaft, andere Positionen auszuhalten. Gerade dadurch ermögliche sie aber, unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Demokratie schützt nicht nur die Freiheit der Mehrheit

Für Christinnen und Christen hat das Engagement für die Demokratie nach Ansicht Kopps seinen Grund im Glauben. „Gott schenkt jedem Menschen Freiheit“, sagte er. Die Menschen hätten die Verantwortung, diese Freiheit so zu gestalten, dass sie auch für alle zur Geltung komme. Wenn Menschen ausgegrenzt oder ihnen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt werde, sei der Freiraum für alle Menschen bedroht. „Demokratie schützt die Freiheit nicht nur der Mehrheit, sondern gerade auch derjenigen, die Schutz brauchen.“

Die bayerische evangelische Landeskirche schaffe an vielen Orten in Bayern Räume, damit Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Überzeugungen und Lebensgeschichten zusammenkommen könnten, hieß es weiter. Dies seien etwa die rund 1.500 Kirchengemeinden, rund 1.430 evangelischen und diakonischen Kindertageseinrichtungen oder auch der evangelische Religionsunterricht. (2544/14.09.2026)