Museum Folkwang zeigt Werke von Gustave Courbet
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Museum Folkwang in Essen zeigt "Ich, Gustave Courbet".
Essen (epd).

Das Museum Folkwang in Essen blickt auf den Einfluss Gustave Courbets (1819-1877) auf die Kunst der Moderne. Er sei ein Rebell gewesen, der sich gegen die damaligen Konventionen der Kunst gestellt habe, erklärten die beiden Kuratorinnen Sonja Pizonka und Anna Brohm am 16. Juli. Die Schau „Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell“ ist bis zum 8. November zu sehen.

Die Ausstellung in Kooperation mit dem Leopold Museum Wien zeigt rund 90 Gemälde Courbets. Darunter sind Leihgaben aus mehreren internationalen Museen wie dem Musée d’Orsay in Paris oder dem Metropolitan Museum of Art in New York. Gezeigt werden bekannte Hauptwerke des Künstlers sowie Werke, die bisher nur selten verliehen oder noch nie in Deutschland ausgestellt wurden, wie „L’Origine du Monde“ („Der Ursprung der Welt“) aus dem Jahr 1866. Dieses zeigt eine realistische Aktmalerei des weiblichen Unterleibes und der weiblichen Geschlechtsteile.

Einer der ersten Künstler des Realismus

„Courbets Ziel war es, lebendige Kunst zu schaffen“, betonte Kuratorin Pizonka. „Es ging ihm in seinen Werken darum, den Kern zu zeigen und den Blick auf die Wirklichkeit möglich zu machen.“ Dies stand im Gegensatz zu der idealisierten Ästhetik seiner Zeit und zur Zeit der Romantik. Courbet gilt als einer der ersten und bedeutendsten Künstler des Realismus, der auch über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt wurde. Gleichzeitig habe Courbet die Malerei als eine Form des Widerstands verstanden, hieß es. Besonders in den Jahren zwischen 1848 und 1855 habe er viele gesellschaftskritische Bilder gemalt.

„Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell“ ist in neun Kapitel unterteilt, die sich den wichtigen Lebensstationen des Künstlers widmen. Es geht zum Beispiel frühe Selbstporträts, Landschaftsmotive aus seiner Heimatregion oder auch Aktdarstellungen. Die Schau wurde bereits in Wien ausgestellt und hat dort über 100.000 Besucher verzeichnet.