Stiftung Wittekindshof kritisiert populistische Parteien
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Bad Oeynhausen (epd).

Die Diakonische Stiftung Wittekindshof hat eine Stimmungsmache populistischer Parteien gegen Inklusion scharf kritisiert. Sie machten offen Stimmung gegen Inklusion und gesellschaftliche Vielfalt, sagte der kaufmännische Vorstand Marco Mohrmann beim Jahresempfang der Stiftung in Bad Oeynhausen. Sie stellten Offenheit und Teilhabe infrage und propagierten ein rückwärtsgewandtes Gesellschaftsbild. „Das widerspricht allem, wofür wir als Wittekindshof stehen“, sagte Mohrmann.

„Als Stiftung treten wir jeder Form von Diskriminierung und gesellschaftlicher Spaltung entschieden entgegen“, betonte Mohrmann. „Menschen mit einer solchen Haltung haben bei uns keinen Platz!“ Derzeit sei zu erleben, wie Stimmen laut werden, die Diskriminierung, gesellschaftlichen Ausschluss und neue Spaltung fordern. Das richte sich gegen Menschen mit Beeinträchtigungen, aber auch gegen Minderheiten, Geflüchtete und Andersdenkende. Damit würden demokratische Grundwerte und Menschenrechte infrage gestellt.

Vorstand: Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Der Theologische Vorstand der Stiftung, Marian Zachow, unterstrich die Chancen von Künstlicher Intelligenz für Menschen mit Einschränkungen. Richtig genutzt, könne damit die Teilhabe von Menschen erleichtert werden. Die Möglichkeiten von KI in diesem Bereich war auch das Schwerpunktthema des Jahresempfangs unter dem Titel „Wie Technologie Selbstbestimmung stärkt“.

Die 1887 gegründete Diakonische Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen ist eines der großen diakonischen Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Der Wittekindshof unterstützt nach eigenen Angaben mit rund 3.900 Mitarbeitenden Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in allen Lebensphasen. Die Angebote reichen von unterschiedlichen Wohnformen über Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten bis hin zu Gesundheits- und Freizeitangeboten. Die diakonische Stiftung ist an 19 Standorten in Ostwestfalen, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet vertreten.