Mit den traditionsreichen Ruhrfestspielen startet am Sonntag in Recklinghausen die diesjährige Saison der Theater-Festivals in Nordrhein-Westfalen. Zur Eröffnung der inzwischen 80. Ausgabe der Kulturveranstaltung steht die Tanzproduktion „Huang Yi & Kuka“ auf dem Programm. Das Festival präsentiert bis zum 13. Juni Theater-, Tanz-, Musik-, Kabarett- und Figurentheater-Vorstellungen. Insgesamt stehen etwa 220 Vorstellungen auf dem prall gefüllten Festival-Programm.
Die erste Ausgabe eines queer-feministischen Theaterfestivals „Queer Art meets Britney X“ ist ab 14. Mai in Düsseldorf zu sehen. Die auf fünf Jahre angelegte Kooperation mit dem Schauspielhaus Köln ist bis zum 17. Mai terminiert und wird von queeren Künstlerinnen und Künstlern bespielt. Unter dem Motto „Hold me closer“ widmet sich das Programm den Beziehungen von LSBTIQ-Menschen „untereinander, zum eigenen Körper, zur Herkunft und zum Zustand der Welt“ hieß es. Neben Gastspielen stehen auch Performances, Drag-Shows, Partys und Paneltalks auf dem Festvalprogramm.
Traditionsreiches Shakespeare-Festival in Neuss
Ebenfalls am 14. Mai beginnt im rheinischen Neuss das traditionsreiche Shakespeare-Festival im hölzernen Nachbau des Londoner Globe-Theaters. Das bis 6. Juni laufende Theaterfestival bietet nach Angaben der Veranstalter insgesamt 15 Produktionen von Theatermachern aus Deutschland, Spanien, England, den Niederlanden und Östereich sowie Frankreich. Zu den Höhepunkten zählt Stück „Yorick, or the Skull“ des niederländischen Ensembles „Greensleeved“, das Solo eines Hofnarren mit Musik und Figurentheater.
Am 16. Mai beginnen in Mülheim an der Ruhr die inzwischen 51. Mülheimer Theatertage. Bis zum 6. Juni werden die von einer Jury zwölf besten neuen deutschsprachigen Stücke präsentiert. Ausgewählt wurden sie aus 250 Uraufführungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Um den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreis 2026 konkurrieren sieben Autorinnen und Autoren. Zum Auftakt der diesjährigen Theatertage werden am 16. Mai die Preise für die letztjährigen Sieger-Inszenierungen vergeben.
Westwind-Theatertreffen für junge Menschen
Am 30. Mai geht im Theater Münster die diesjährige Ausgabe des Westwind-Theatertreffens für junges Publikum NRW an den Start. Neben einer Auswahl von zehn Produktionen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland bietet es diesmal auch mehrere belgische Gastspiele sowie ein umfangreiches Programm mit Workshops und Diskussionsrunden. Gastgeber des bis zum 5. Juni dauernden Festivals ist das Junge Theater Münster in Kooperation mit dem Echtzeit-Theater in der westfälischen Metropole. Am Ende werden die drei besten Stücke mit jeweils 3.333 Euro ausgezeichnet. Das Festival wird jedes Jahr von einem anderen NRW-Theater ausgerichtet.
Das diesjährige Impulse-Festival findet vom 3. bis zum 21. Juni in Düsseldorf, Köln, Mülheim an der Ruhr und Bochum statt. Es präsentiert Performance, Theater und Tanz. Zu sehen sind insgesamt zehn Produktionen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Gefördert wird das Festival unter anderem vom NRW-Kultursekretariat sowie den beteiligten Städten, dem Kulturministerium NRW und der Kunststiftung NRW. Das seit 35 Jahren bestehende Festival gilt als wichtigste Plattform für das Freie Theater im deutschsprachigen Raum.
Amateurtheater-Treffen in Hürth
In Hürth bei Köln findet vom 18. bis zum 21. Juni das Amateurtheater-Festival NRW statt. Unter den Nominierten sind auch zwei Bühnen aus dem Ruhrgebiet. Es handelt sich um die Studiobühne Essen und das So'n Theater Sonsbeck. Diese beiden Bühnen gehen neben sieben weiteren Amateur-Ensembles ins Rennen um den Preis. Aus Düsseldorf ist das Seniorentheater „SeTA“ mit dem Stück „Leonce und Lena“ dabei, so der Amateurtheaterverband NRW mit Sitz in Köln. Die drei erstplatzierten Bühnen werden mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro prämiert.
Das Festival Ruhrtriennale präsentiert vom 20. August bis zum 20. September rund 30 Produktionen für Theater, Tanz, Musik und Kunst auf Bühnen in Bochum, Duisburg, Essen, Dortmund und Gladbeck. Das Festival steht unter dem Motto „Longing for Tomorrow“ (Die Sehnsucht nach dem Morgen). Es gehe bei allem Chaos der heutigen Zeit darum, „die Gegenwart ernst zu nehmen und über sie hinauszudenken“, erklärte Intendant Ivo Van Hove.