Das diesjährige 16. Kirchliche Filmfestival präsentiert vom 11. bis 15. März in Recklinghausen zwölf Spielfilme, einen Dokumentarfilm und zehn Kurzfilme. Eröffnet wird das Festival im Cineworld-Kino mit dem Debüt-Film „Als wäre es leicht“ des Hamburger Regisseurs Milan Skrobanek über die Liebe zwischen einer gehörlosen Frau und einem blinden Mann, wie die Veranstalter am Montag erklärten. Die Schauspielerin und der Schauspieler sind den Angaben zufolge selbst gehörlos beziehungsweise sehbeeinträchtigt.
Dieser Akzent des Sichtbarmachens ziehe sich durch die Festivaltage, etwa im belgischen Gerichtsdrama „Wir glauben euch“ oder im Familienporträt „Vier minus drei“, hieß es. Das finnische historische Drama „Nie allein“ erzähle von jüdischen Geflüchteten während des Zweiten Weltkriegs.
Ökumenischer Filmpreis zeichnet „DJ Ahmet“ aus
Der Ökumenische Filmpreis des Filmfestivals geht in diesem Jahr an den nordmazedonischen Spielfilm „DJ Ahmet“ von Regisseur Georgi M. Unkovski, wie es hieß. Damit werde ein Film gewürdigt, der durch erzählerische Kraft und gesellschaftliche Relevanz überzeuge. Die Jugendjury zeichnet mit „Wild Foxes“ eine belgisch-französische Produktion über die Lebenswirklichkeit von jungen Männern aus. Der Abschlussfilm „Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger“ erzählt vom Kampf einer älteren Frau um ihr Zuhause und ihre Selbstbestimmung.
In Zeiten politischer Spannungen, sozialer Brüche und Unsicherheit angesichts globaler Entwicklungen suchten viele Menschen nach Zeichen der Hoffnung, erklärten die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder, Weihbischof Rolf Lohmann und der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche (CDU), die die Schirmherrschaft übernommen haben. Das Kirchliche Filmfestival bringe Menschen zusammen und lade ein, mit offenem Herzen und wachem Verstand hinzuschauen. Es wird vom Arbeitskreis „Kirche und Kino“ des evangelischen Kirchenkreises und des katholischen Kreisdekanats Recklinghausen veranstaltet.