Nur jedes dritte Mitglied in den nordrhein-westfälischen Kreistagen und den Stadträten ist eine Frau. Der Anteil liegt nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr bei 33,3 Prozent, wie die statistische Landesbehörde IT.NRW in Düsseldorf mit Blick auf den Weltfrauentag am 8. März mitteilte. Damit sei der Frauenanteil im Vergleich zum vorangegangenen Wahlergebnis um 1,2 Prozentpunkte gesunken. In den Räten der Städte Bonn, Köln und Münster sei der Frauenanteil mit über 42 Prozent am höchsten, in den Kreisen Euskirchen, Herford und Höxter mit etwa einem Viertel am niedrigsten.
In den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden sei der Frauenanteil mit 28,4 Prozent noch etwas geringer. Im Vergleich zur vorangegangenen Kommunalwahl 2020 gebe es jedoch ein leichtes Plus von 0,8 Prozentpunkten. Vergleichsweise hoch sei die Quote in Haan und Legden mit 50 Prozent. In Nieheim und Hallenberg gebe es allerdings jeweils nur ein weibliches Ratsmitglied.
Kaum Oberbürgermeisterinnen und Landrätinnen
In den 330 kreisangehörigen Gemeinden gibt es laut Statistik 43 Bürgermeisterinnen. Hier sei der Frauenanteil um 3,2 Prozentpunkte gesunken und liege nun bei 11,5 Prozent. In den Ämtern von Oberbürgermeisterinnen und Landrätinnen gebe es nur sechs Frauen. Die Zahl sei nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr um eine weibliche Amtsträgerin gesunken. Damit liege der Frauenanteil nun bei elf Prozent.