In Brandenburg sind die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen 2024 auf ein Rekordtief gesunken. Insgesamt seien in dem Jahr rund 54,6 Millionen Tonnen sogenannte CO2-Äquivalente ausgestoßen worden, vier Prozent weniger als im Vorjahr, teilte das Klimaschutz- und Wirtschaftsministerium am Freitag in Potsdam mit. 1990 waren es den Angaben zufolge noch rund 114,3 Millionen Tonnen. Damit sei innerhalb von knapp 35 Jahren ein Rückgang um etwa 52 Prozent verzeichnet worden, hieß es.
Die bislang größte Verringerung der Treibhausgasemissionen wurde den Angaben zufolge zwischen 1990 und 1995 erfasst. In der Zeit wurden viele DDR-Industriebetriebe stillgelegt. 1995 wurde in Brandenburg ein Ausstoß von rund 68 Tonnen CO2-Äquivalenten registriert. Dazu zählen vor allem Kohlendioxid (CO2), aber auch Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Brandenburg will bis 2045 klimaneutral werden. Treibhausgasemissionen müssen dann vermieden oder durch andere Maßnahmen ausgeglichen werden.
Hohe Energiekosten
Neben der rückläufigen Braunkohleverstromung zählten die hohen Energiekosten und die Turbulenzen auf dem Weltmarkt zu den Hauptgründen der Entwicklung, hieß es. Der Rückgang der CO2-Emissionen lag im Vergleich zu 1990 bei 41 Prozent, bei Methan waren es 92 und bei Lachgas 31 Prozent.
Klimaschutz- und Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) erklärte, im bundesweiten Vergleich belege Brandenburg den Spitzenplatz bei der absoluten Reduzierung der Pro-Kopf-Emissionen seit 1990. Die Daten belegten zugleich, dass Wirtschaftswachstum und die gleichzeitige Verringerung von Treibhausgasemissionen möglich seien.