Nach dem Fund größerer Mengen toter Fische in einem zur Oder führenden Kanal in Polen hat Brandenburgs Landesumweltamt derzeit keine Hinweise auf Gefahren für den Fluss. Im Gleiwitzer Kanal, in dem die Fische gefunden wurden, träten relativ häufig ausgeprägte Goldalgen-Blüten auf, sagte ein Sprecher der Behörde dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Potsdam. Eine Erhöhung der Warnstufe für die deutsch-polnische Grenzoder gehe damit nicht einher.
2022 hatte eine solche durch sehr hohe Salzkonzentrationen beeinflusste Goldalgenblüte eine Katastrophe mit einem massiven Fischsterben in der Oder ausgelöst. Der Sprecher des Landesumweltamtes sagte, erst ein Auftreten der Goldalge an den Messstellen der polnischen Hauptoder „würde eine unmittelbare Gefahr für die Grenzoder implizieren und eine Erhöhung der Warnstufe nach sich ziehen“. Dies sei zuletzt im Mai und Juni 2024 der Fall gewesen.
Eindämmung der Algenblüte
Die Goldalgen-Blüte von 2024 sei im Juni des Jahres in der deutsch-polnischen Grenzoder angekommen, ohne ein Fischsterben auszulösen, sagte der Sprecher. Die relativ häufigen Algenblüten im Gleiwitzer Kanal seien keine unmittelbare Gefahr für die Grenzoder. Bisher beschränke sich die aktuelle Blüte nach vorliegenden Informationen auf die am weitesten von der Odermündung entfernten Abschnitte des Gleiwitzer Kanals.
Die polnischen Behörden hätten Erfolg versprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Algenblüte ergriffen, sagte der Sprecher. Die Entwicklung werde genau beobachtet. Nach dem Fischsterben von 2022 habe Brandenburg zudem ein eigenes Monitoring und Warnsystem entwickelt.